Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates am 15. November 2017

Erstellt von Norbert Führer |

 

Gemeinderat fasst Aufstellungsbeschluss für neues Wohngebiet „W12 - Hungerbach-Nord“

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am, 15. November 2017 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan des neuen Wohngebietes „W12 - Hungerbach- Nord“ gefasst.

 

Das Gebiet schließt im Norden direkt an den Bebauungsplan „Am-Hungerbach“ an und umfasst eine Fläche von ca. einem Hektar.

 

Die Gemeinde Wiedergeltingen greift bei der Erschließung des neuen Wohngebietes auf den im Frühjahr durch den Gesetzgeber neu geschaffenen §13b des Baugesetzbuches zurück.

 


Ansicht von Osten auf das Erschließungsgebiet

 

Mit diesem neuen Paragraf wurde der aktuellen und flächendeckenden knappen Wohnraumsituation, wo Bauwillige händeringend nach bebaubaren Grundstücken suchen, Rechnung getragen.

 

Der Bayerische Gemeindetag, der sich für die Neuregelung intensiv eingesetzt hat, stellt hierzu fest:

 

Den Gemeinden und Städten wird mit der neuen Regelung ein Planungsinstrument an die Hand gegeben, das eine maßvolle Erweiterung des bebaubaren Bereichs einer Kommune ermöglicht.

 

Der neue § 13 b Baugesetzbuch (BauGB) schafft ein vereinfachtes, beschleunigtes Verfahren zur Überplanung von Außenbereichsflächen am Ortsrand für den Wohnungsbau vor allem dadurch, dass

- das Erfordernis einer Umweltprüfung entfällt,

- die Eingriffsregelung (Ausgleichsflächenbedarf) ausgesetzt ist,

- die frühzeitige Träger- und Öffentlichkeitsbeteiligung entfällt und

- der Bebauungsplan nicht aus dem Flächennutzungsplan heraus entwickelt werden muss.

 

Einziger Wehrmutstropfen: Das Verfahren zur Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans kann nur bis zum 31. Dezember 2019 förmlich eingeleitet werden; der Satzungsbeschluss ist bis zum 31. Dezember 2021 zu fassen. Es handelt sich also um eine befristete Maßnahme zur kurzfristigen Aktivierung von Bauland für den Wohnungsbau.

 

Insgesamt werden in dem neuen Wohngebiet 14 Bauplätze erschlossen, wovon 50 % durch die Gemeinde verkauft werden. Die anderen 50 % verbleiben im Eigentum der Grundstückseigentümer.

 

Mit den für die Gemeinde Wiedergeltingen verbleibenden Grundstücken kann die familienfreundliche Bauleitplanung der Gemeinde nunmehr in einem weiteren Baugebiet fortgesetzt werden.

 

Bei der Festlegung der Einzelheiten für die Bauweise waren sich die Gemeinderäte in den meisten Punkten einig.

 

Lediglich die Frage, ob der ursprünglich vorgesehene Spielplatz durch deinen weiteren Bauplatz ersetzt wird, wurde sehr kontrovers diskutiert. Folglich war auch die Abstimmung im Gremium äußerst knapp. Mit 6:5 Stimmen entschied der Gemeinderat, dass anstelle des vorgesehenen Spielplatzes ein weiterer Bauplatz realisiert wird. Die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder war der Ansicht, dass die Grünflächen in der nahen Umgebung, u.a. auch die angrenzende naturnahe Gestaltung des Kleinen Hungerbaches ausreichend Möglichkeiten für eine Freizeitgestaltung bieten.

 

Bürgerverein Wiedergeltingen e.V. stellt Antrag für ein Wassertretbecken

 

In einem Antrag des Bürgerverein Wiedergeltingen e.V. ging es um die Realisierung eines naturnahen Wassertretbeckens, z.B. an einem der örtlichen Gewässer 3. Ordnung (Hungerbach, Angergraben).

 

Hierfür stellt der Bürgerverein Wiedergeltingen e.V. aus Vereinsmitteln eine Spende in Höhe von 5.000 Euro (Einnahmen aus den zurückliegenden Adventsbasaren) bereit.

 

Der Gemeinderat sah den Antrag überaus positiv, lediglich die Örtlichkeit wurde noch offen gelassen. Hier gab es u.a. Stimmen, die eine Umsetzung im Bereich des Dorfbrunnens befürworten.

 

In den kommenden Monaten wird man nun das Für und Wider der einzelnen Umsetzungsmöglichkeiten von einander abwägen und das Thema dann erneut im Gremium behandeln.

 

 

 

 

 

 

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